Offenes Treffen zur materialistischen Dialektik

Für Dienstag, 6. April 2021 um 19 Uhr laden wir zu einem Treffen, das sich explizit auch an neue Leute richtet. Wir wollen euch zu einer Diskussion über materialistische Dialektik einladen.

Bringt eure mit dem Thema verbundenen Fragen, Ideen und Projekte mit! Wir würden gern gemeinsam mit euch mögliche Fragestellungen für die weitere Diskussion entwickeln.

Für die Moderation konnten wir die Radiojournalistin Johanna Tirnthal (https://audiokombinat.net/we/johanna.html) gewinnen.

Zoom-Einwahldaten:
https://tu-berlin.zoom.us/j/66260085099?pwd=SFZOaUd0Sjg5NzU5eVV4WE9paElTZz09

Meeting-ID: 662 6008 5099
Kenncode: 971812
Schnelleinwahl mobil
+493056795800,,66260085099#,,,,,,0#,,971812# Deutschland
+496950502596,,66260085099#,,,,,,0#,,971812# Deutschland

Einwahl nach aktuellem Standort
        +49 30 5679 5800 Deutschland
        +49 695 050 2596 Deutschland
        +49 69 7104 9922 Deutschland
Meeting-ID: 662 6008 5099
Kenncode: 971812
Ortseinwahl suchen: https://tu-berlin.zoom.us/u/cck3VWkoyU

Über SIP beitreten
sip:66260085099.971812@fr.zmeu.us

Über H.323 beitreten
213.19.144.110 (Amsterdam
 Niederlande)
213.244.140.110 (Deutschland)
Kenncode: 971812
Meeting-ID: 662 6008 5099

Vortrag: „Emanzipatorische Praxis benötigt dialektisches Denken“

Vortrag von Alex Demirovic
Donnerstag, 14.11.2019, 19 Uhr
Aquarium am Kottbusser Tor, Skalitzer Strasse 6

Dialektik gilt als schwierig, als ein einschüchternder und anstrengender philosophischer Begriff. Deswegen wurde und wird in der Linken auf ihn verzichtet; manche kritische Autoren haben sich geradezu
dem Bezug auf Dialektik entgegengestellt. Im Vortrag wird die These
vertreten, dass dieser Verzicht die emanzipatorische Erfahrung der
Wirklichkeit und des Denkens blockiert.

Denn es geht bei Dialektik nicht um philosophisches Seminarwissen. Das
Verständnis von Dialektik hilft, Widersprüche wahrzunehmen und sie in
ihrer Dynamik genauer zu verstehen. Der Begriff der Dialektik erweist
sich als notwendig, die schnellen Veränderungen in kapitalistischen
Gesellschaften, die plötzlichen Verdichtungen der Kräfteverhältnisse zu
begreifen. Schließlich macht er es möglich, die Bereichslogiken des
Kapitalismus (z. B. Warenproduktion, Finanzkapital, ökologische Krise,
Geschlechterverhältnisse, Rassismus) in ihrem Zusammenhang zu denken und so – anders als in der Linken vielfach üblich – den Kapitalismus als ein
Ganzes zu kritisieren.

Der Vortrag wird sich an Überlegungen der marxistischen Autoren Adorno
und Althusser orientieren.

Die Veranstaltung wird vom Arbeitskreis materialistische Dialektik
(Berlin) organisiert, der dem Vortrag mit einer kritischen Replik
entgegnen wird. Nach der Stellungnahme des Referenten gibt es viel Raum
zur Diskussion.

Diskussionen zur Dialektik im „Kapital“

In Nachbereitung unserer Vortragsveranstaltung zur Dialektik im „Kapital“ werden wir in unserem Arbeitskreis die Stellen aus dem „Kapital“ diskutieren, die im Vortrag verhandelt werden. Neueinsteigerinnen sind herzlich willkommen.

Termine:

Mittwoch, 12. Juni 19:00 Uhr
Mittwoch, 26. Juni 19:00 Uhr
Mittwoch, 10. Juli 19:00 Uhr
Franz-Mehring-Platz 1, 1. Stock, Raum 120

Die Lektüre für den ersten Termin am 12. Juni ist: „Das Kapital“, Band 1, S. 99-108 und S. 118-128.

Die weitere Lektüre wird voraussichtlich eine Auswahl aus folgenden Stellen sein:

Band I:

  • Nachwort zur zweiten Auflage
  • Ware und Wertform
  • Die Verwandlung von Geld in Kapital (insb. MEW 23, S. 183f.)
  • Zu „Wesen“ und „Erscheinung“:  Verwandlung von Wert resp. Preis der Arbeitskraft in Arbeitslohn (557f.)
  • Geschichtliche Tendenz der kapitalistischen Akkumulation (S 789f.)

Band III:

  • Tendenzieller Fall der Profitrate (S. 268)
  • Zins und Unternehmergewinn (S. 400f.)

Vortrag zur Dialektik im Marxschen „Kapital“

Gemeinsam mit der Helle Panke veranstalten wir einen Vortrag von Eva Bockenheimer über materialistische Dialektik:

Donnerstag, 6. Juni 2019, 19:00 Uhr
Kopenhagener Str. 9, Berlin

Einführung in die Dialektik in Marx‘ „Kapital“
Zur politischen Aktualität materialistischer Dialektik im 21. Jahrhundert

Dass Marx die Hegelsche Dialektik vom Kopf auf die Füße stellen wollte, ist allgemein bekannt. Höchst umstritten ist dagegen, was das eigentlich heißen soll. Vertritt Marx eine materialistische Dialektik im Gegensatz zur idealistischen Dialektik Hegels? Oder verabschiedet er sich in Wahrheit vom dialektischen Denken und versteht unter Dialektik lediglich eine Darstellungsmethode? Hatte Lenin recht, wenn er behauptete, man könne insbesondere das 1. Kapitel des „Kapital“ von Marx gar nicht begreifen ohne Kenntnis der ganzen „Wissenschaft der Logik“ von Hegel? Wäre das nicht extrem entmutigend für alle, sich an die Marxschen Texte zu wagen? Mit diesen Fragen möchten wir uns auseinandersetzen – und dabei auch diskutieren, inwiefern die Frage nach der Dialektik eigentlich für eine marxistische Perspektive auf die Gegenwart von Bedeutung ist.

Anhand zentraler Textstellen aus dem Kapital wird Eva Bockenheimer die Relevanz der Dialektik für den Marxschen Materialismus darstellen und dabei einige Thesen zur dialektischen Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise in der Gegenwart vortragen. Anschließend gibt es eine kurze Replik des „Arbeitskreises materialistische Dialektik“, der die Veranstaltung mitorganisiert hat.